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öffnungszeiten:
täglich: 11 - 20 uhr
führung auf anfrage

eintritt frei
free admission

 


Aktuelle Termine

Ausstellung:

Muscle Memory

01. April bis 11. Juni 2017
Eröffnung: Freitag, den 31. März ab 19 Uhr

Künstler*innen: Adel Abidin, Jenny Baines, Maja Bajevic, Marcio Carvalho, Cevdet Erek, Ingo Gerken, Gözde Ilkin, Marisa Maza, Ahmet Ögüt, Sophia Pompery, Svenja Schüffler, Vahit Tuna
Kuratorin: Ece Pazarbasi
Die Ausstellung „Muscle Memory“ setzt sich auf vielen unterschiedlichen Ebenen mit dem Konzept des Muskelgedächtnisses auseinander, das in der Neurowissenschaft als Bewegungsform definiert ist, die den Muskeln durch stetige Wiederholung über einen längeren Zeitraum vertraut wird. Mit Hilfe eines metaphorischen Ansatzes geht sie der Frage nach, wie Machstrukturen Erinnerungen bei Menschen durch die biologischen Mechanismen ihrer eigenen Körper erzeugen und manipulieren. Hierbei befasst sich die Ausstellung auch mit dem historischen Kontext des ehemaligen Bethanien-Krankenhauses, gewissermaßen dem Projekt-„Körper“, und bezieht das Gebäude und seine Umgebung in die Ausstellung mit ein als Verkörperung des Muskelgedächtnisses.
Die Wiederholung ermöglicht mit Hilfe des Muskelgedächtnisses den Fluss von Bewegungsabläufen bzw. Muskelarbeit zu verfestigen. Nach ausreichender Wiederholung wird die Bewegung von den Muskeln aufgenommen und kann automatisch und ohne Nachdenken ausgeführt werden. Sobald eine Fertigkeit im Muskelgedächtnis verankert ist, nimmt die Beteiligung der motorischen Rinde (der Motorcortex) ab und die Aktivierung der Muskeln erfolgt auf niedrigeren Verarbeitungsebenen des Gehirns, wie beispielsweise dem Kleinhirn, in dem unbewusste Bewegungsabläufe gespeichert werden.
Wir leben in Zeiten, in denen unsere unüberlegten Handlungen das Ergebnis von Normen, Strukturen und den Symbolen von Gebilden der Massenmedien darstellen, die den ideologischen Einfluss auf unser Leben durch ständige Wiederholung unterstützen. Die Strukturen von Gebäuden und urbanem Umfeld durchdringen, ebenso wie andere Träger von Kapital, Bewertung und Masseninformation, unser Leben, während sich unsere Körper gemäß dieser Strukturen formen, denen wir täglich überall begegnen.
So wird das bewusste Handeln in unserem Alltag zunehmend durch Automatismen ersetzt; das Denken geht durch monotone Wiederholung verloren, während wir die erhaltenen Informationen wieder und wieder absorbieren. Es ist jedoch die Kunst, die neue Ausgangspunkte schafft, von denen ein Ausbruch aus der Routine möglich wird und sich unabhängige Perspektiven auf normabweichenden Wegen entwickeln können – fast wie bei einer Störung. Daher ist die Ausstellung auch ein Aufruf darüber nachzudenken, wem wir folgen, was wir hinterfragen und was wir annehmen, ohne es zu hinterfragen.
Bei der Erkundung dieser Strukturen, die unsere Körper und Bewegungen formen und begrenzen, nutzt die Ausstellung das ehemalige Diakonissen-Krankenhaus als Körper und folgt den Spuren der Erinnerungen, die das Gebäude seit 1905 aufgesogen hat. In diesem Jahr eröffnete das Krankenhaus einen Operationsbereich im erweiterten Seitenflügel, den wir heute als Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kennen. Der Operationssaal beherbergt nun die Ausstellung, die sich ihrerseits reflexiv dem Problem der Verbindung zwischen Erinnerung, menschlichem Körper und automatisierten Handlungen und Situationen widmet. Während der Veranstaltungen im öffentlichen Programmteil, reinszeniert die Ausstellung auch das frühere Leichenhaus, das Waschhaus, den Ökonomiehof, den Infektionspavillon und das Feierabendhaus, die sich 1905 auf dem Gartengelände des Bethaniens befanden. Da einige dieser Räumlichkeiten heute nicht mehr existieren, werden wir diese neu erfinden müssen.
Teil der Ausstellung ist die Field Kitchen Academy, eine mobile Plattform zur Bereitstellung alternativer Informationen, um bei den öffentlichen Veranstaltungen mit NeurowissenschaftlerInnen, zeitgenösischen TänzerInnen, Zen-MeisterInnen, BewegungswissenschaftlerInnen, Parkour-Training und Kochveranstaltungen tiefer in die politischen, sozialen und körperlichen Konnotationen des Muskelgedächtnisses vorzudringen.
Weitere Informationen zu Parallelveranstaltungen finden sich unter: www.fieldkitchen-academy.org

Weitere Informationen...

Kommende Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien:

24. Juni bis 27. August 2017
Eröffnung: Freitag, den 23. Juni, ab 19 Uhr
Born in the Purple – Viron Erol Vert
Ein Projekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und den Fonds für Ausstellungsvergütungen
Das purpurne Zimmer ist ein multimediales Ausstellungsprojekt des in Berlin lebenden und aus Istanbul ursprünglich stammenden Künstlern Viron Erol Vert. Die Titelgebung nimmt Bezug auf den Begriff der Purpurgeburt, der Porphyrogenese, die als vielschichtige Metapher für Konflikte um Vorherrschaft, Gebiets- und Machtansprüche bis in unsere Zeit verstanden werden kann und dafür, wie Narrative konstruiert werden, die für deren Legitimation herangezogen werden können.
Dazu bezieht sich der Titel auch inhaltlich und geografisch auf die kulturelle Identität des Künstlers, in der sich griechisch-orthodoxe, arabische, levantinische, armenische und sephardische Elemente vereinen. Sowie das Phänomen der Purpurgeburt, welches auf der ganzen Welt bis zum heutigen Tag ein Begriff ist, in Byzanz ihren Ursprung hat, findet das Konzept seinen Ausgangspunkt auch im heutigen Istanbul.
Dieser Ausgangspunkt liegt in Viron Erol Verts elterlicher Wohnung im Istanbuler Stadtteil Osmanbey, die aufgrund der Zuspitzung der gesellschaftspolitischen Lage in der Türkei in der letzten Dekade aufgegeben werden musste.
Vert glaubt, dass Alltagsobjekte, Zeugen für die Lebensgeschichte, Schicksale und Gewohnheiten ihrer früheren Besitzer sein können. In Verbindung ihrer eigene Geschichte mit neuen Thematiken werden diese von ihrem ursprünglichen Verwendungszweck enthoben und fungieren durch Vereinigung dadurch als Grundlage für neue künstlerische Position. Diese Objekte bilden die Ausgangsobjekte der künstlerischen Installationen.
Das Ausstellungsprojekt wird neue und bereits bestehende Arbeiten von Viron Erol Vert vereinigen. Die Räume des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien werden metaphorisch zu einer Wohnung umgeformt. Jedem einzelnen Raum wird eine Geschichte bzw. ein Objekt zugeordnet. Insgesamt werden 12 Installationen gezeigt.
Das Begleitprogramm besteht aus 12-15 Veranstaltungen.
Das Ausstellungsprojekt wird durch eine Broschüre begleitet, die neben einführenden Texten auch Beschreibungen der Installationen beinhaltet.

Weitere Ausstellung im Projektraum/Studio1:

Studio 1 und Projektraum:

Zur Zeit kein Projekt in Kooperation mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Tokyo Wonder Site Residenz – Raum 139 1. OG. Bethanien

Seit Januar 2017 ist Atsuko MOCHIDA Stipendiatin von Tokyo Wonder Site Berlin.

Komplizen

Der Kunstraum hat neue Verbündete: Seit Januar 2015 unterstützen die Komplizen den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien als Förderverein. Hierbei geht es in vielerlei Hinsicht um die gemeinsame Sache - Neben der finanziellen Förderung soll vor allem auch ein Netzwerk aus Kunstinteressierten und Künstlern geschaffen werden. Für den regelmäßigen Austausch unter den Komplizen sorgt ein kuratiertes Programm, das im Rahmen der Ausstellungen des Kunstraums stattfindet.
Mehr Hinweise zu den Komplizen über facebook.

"Raum der Komplizen"

Der Raum der Komplizen dient der Präsentation von kleineren künstlerischen Projekten, von Interventionen oder Projekten der Kulturellen Bildung (hier vornehmlich von den Partnerschulen des Kunstraumes).

Weitere Informationen/Aktuelles:

Newsletter:
Wenn Sie unser Newsletter bestellen möchten, schreiben Sie bitte eine Email mit dem Betreff "subscribe": bauer[at]kunstraumkreuzberg.de

Praktikum:
Interesse an einem studiumbegleitenden Praktikum im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien?
Der Kunstraum Kreuzberg bietet regelmäßig Praktika an. Voraussetzungen: Lust und Interesse Kunstausstellungen zu organisieren, bei der Öffentlichkeitsarbeit mitzuarbeiten, bei den Veranstaltungen mitzuwirken... Wir können leider kein Geld anbieten aber wichtige Erfahrungen und Kenntnisse, konkrete und spannende Einblicke in die Arbeit einer Kunstinstitution, Arbeit im Team, Verantwortung, Netzwerke, u.v.a. Das Praktikum dauert ca. 3 Monate und umfasst in der Regel 30 St./Woche, es sei denn es ist ein Pflichtpraktikum für die Ausbildung, das mehr Stunden beinhaltet.
Bei Interesse senden Sie bitte Ihre Bewerbung an: bethanien[at]kunstraumkreuzberg.de

Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ist eine Kommunale Galerie des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg und erhält hierüber seine Grundfinanzierung.
Der Kunstraum ist Mitglied im Arbeitskreis der Kommunalen Galerien Berlin: www.kgberlin.net
Seit 2014 wird die Arbeit des Kunstraumes unterstützt aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa: Ausstellungsfonds Kommunale Galerien

Weitere Hinweise über Ausstellungen in Berlin erhalten Sie unter:

Informationen zu den touristischen Angeboten in Friedrichshain-Kreuzberg erhalten Sie unter: www.tourismus-friedrichshain-kreuzberg.de

Informationen zu Angeboten in Kreuzberg und nützliche Adressen erhalten Sie unter: www.x-berg.info

Der Kunstraum Kreuzberg ist eine Einrichtung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg. Informationen zum Fachbereich Kultur und Geschichte des Bezirksamtes erhalten Sie unter: www.kulturamt-friedrichshain-kreuzberg.de

Der Kunstraum Kreuzberg ist im Bethanien geblieben! Das Bethanien heisst jetzt Kunstquartier Bethanien!
Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ist weiterhin gemeinsam mit der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg und der Druckwerkstatt des Kulturwerks des bbk-berlin Ankernutzer im Bethanien. Das Bethanien bleibt ein avanciertes Zentrum der künstlerischen Produktion und Präsentation. Lediglich die Künstlerhaus Bethanien GmbH ist Ende Juni 2010 mit ihrem Atelierprogramm aus dem Bethanien ausgezogen und hat einen neuen Standort in Kreuzberg bezogen:www.kuenstlerhausbethanien.de
Die freiwerdenden Flächen werden durch öffentliche künstlerische Einrichtungen und Institutionen genutzt. Der Kulturstandort Bethanien wird weiter ausgebaut! Seit dem 01. Juli 2010 heisst das Bethanien Kunstquartier Bethanien! Seit dem 1. September 2010 sind 17 KünstlerInnen aus dem Berliner Atelierprogramm eingezogen. Ab März 2011 sind die Theaterplattform und interdisziplinäre Projekträume eingezogen. Bereits seit Ende Mai 2010 hat das Café-Restaurant "3Schwestern" geöffnet...
Weitere Informationen: www.kunstquartier-bethanien.de

Einen ausführlichen Flyer zum Kunstquartier Bethanien können Sie hier auf Deutsch oder Englisch herunterladen.

Kulturelle Bildung:
Seit 1. Februar 2007 hat der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien im Rahmen der Offensive für kulturelle Bildung des Rates für die Künste Patenschaften mit zwei Berliner Schulen übernommen:
www.rat-fuer-die-kuenste.de
www.fichtelgebirge-gs.cidsnet.de und www.fippev.de
www.loewe.cidsnet.de