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öffnungszeiten:
täglich: 11 - 20 uhr
führung auf anfrage

eintritt frei
free admission

 


Aktuelle Termine

Ausstellung:

 

14. April bis 10. Juni 2018

Capitalo, Chthulu, and a Much Hotter Compost Pile. Über Mensch-Umwelt-Verhältnisse

Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert von Lorena Juan, Lena Johanna Reisner und Anaïs Senli.
Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa: Ausstellungsfonds für Kommunale Galerien, Fonds für Ausstellungsvergütungen und gefördert aus der Projektförderung des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft Spaniens in Berlin.

Wir befinden uns gegenwärtig nicht in einer ökologischen Krise, im Sinne eines temporären Ausnahmezustandes, sondern erleben eine irreversible Mutation des globalen Klimas und der Bewohnbarkeit des Planeten Erde. Dieser Prozess wird von Umweltverschmutzung, Ozeanübersäuerung, Ressourcenabbau und der Nutzung fossiler Brennstoffe, von agrochemischer Industrie und Kriegsführung vorangetrieben, um nur einige der anthropogenen, also menschlichen, Faktoren zu benennen. Der Begriff Anthropozän  beschreibt diesen spezifischen Zustand als eine neue geologische Epoche, die sich durch die erheblichen Auswirkungen menschlichen Handelns auf die biosphärische Stabilität der Erde auszeichnet.

Dabei ist der Begriff nicht unumstritten, denn er erklärt die Menschheit als Ganzes als geologischen Akteur und verdeckt dabei die strukturelle Verantwortung  multinationaler Konzerne und neoliberaler Finanzeliten. Das Kapitalozän, das Zeitalter des Kapitals, zielt im Gegensatz dazu auf eine Analyse  der Auswirkungen globaler Finanzsysteme und kapitalistischer Wirtschaftspolitik auf den Klimawandel.  Unter Berücksichtigung der biophysischen Kosten des Kapitalismus, die menschliche und ökologische Akteure in ganz ungleichem Maße zu tragen haben, beschäftigt sich die Ausstellung zentral mit der Frage nach dem Verhältnis des Menschen-in-der-Natur und der Natur-im-Menschlichen.

Menschliche und nicht-menschliche Akteure sind verwoben in komplexen, tentakelartigen Netzwerken, in einer Vielzahl von andauernden Verbindungen, die sich über biotische und abiotische Prozesse erstrecken. Das Chthuluzän ist eine Raum-Zeit der artenübergreifenden Interaktion und generativen Zusammenarbeit in einer beschädigten Welt. Chthonische, beziehungsweise irdische Wesen, verflochten in spekulativer Erzählung, Science Fiction, Science Fact und spekulativem Feminismus, erdenken mögliche Welten und mögliche Zeiten in ungeahnter Gesellschaft. Es ist ein reicher Nährboden für lebenswerte Narrative, die über katastrophistische und deterministische Diskurse hinausgehen. 

Im Versuch, essentialistische Entwürfe zurückzuweisen und sich mit einem postkolonialen ökologischen Denken  zu verbinden, zeigt Capitalo, Chthulu, and a Much Hotter Compost Pile künstlerische Positionen, die sich mit alternativen Politiken des Ontologischen beschäftigen, mit Umweltfragen und spekulativen Erzählungen für unsere prekäre Zeit. Es handelt sich um Geschichten aus dem Leben (und Nicht-Leben), erzählt von der anderen Seite, um zu  verstehen, wie Menschen im Netz des Lebens zugehörig sein, wie sie mit-weben, ko-produzieren und kom-postieren können.

Beteiligte Künstler*innen: Ana Alenso, Madison Bycroft, Liza Dieckwisch, Jelena Fuzinato, Geovanna Gonzalez, Ben Greber und Bram Kuypers, Tue Greenfort, Anne Duk Hee Jordan, Femke Herregraven, Marta Leite, Regina de Miguel, Zoe Claire Miller, Nucbeade, Naufus Ramirez-Figueroa, Anaïs Senli, Michael E. Smith; Rahmenprogramm: Shelley Etkin, Sonia Fernández-Pan, Herbert Lohner, Reading Club "Between Us and Nature", Henry Wilde und Neo Hülcker.

Weitere Informationen...

 

Kommende Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien:

23. Juni bis 26. August 2018
Eröffnung: Freitag, den 22. Juni, ab 19 Uhr
An Atlas of Commoning: Orte des Gemeinschaffens
Ausstellung des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in Zusammenarbeit mit ARCH+ Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
Forschungspartner: School of Architecture, Carnegie Mellon University Pittsburgh und Technische Universität Berlin, Institut für Architektur, Fachgebiet Prof. Rainer Hehl
Kuratorisches Team: Anh-Linh Ngo, Mirko Gatti, Christian Hiller, Max Kaldenhoff, Christine Rüb (ARCH+), Elke aus dem Moore (ifa), Stefan Gruber (CMU)
Die Auftaktausstellung wird in Berlin in Kooperation mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien präsentiert. Im Anschluss weltweite Tournee der Ausstellung für ca. zehn Jahre. Auslands-premiere 2019 in Pittsburgh (USA) in Kooperation mit der School of Architecture der Carnegie Mellon University
Facebook, Airbnb & Co., deren Geschäftsmodell auf der Kommerzialisierung sozialer Beziehungen beruht, haben Begriffe wie Community oder Sharing in leere Worthülsen verwan­delt. Konzepte wie ‚Wir‘ oder ‚Teilen‘ stehen nicht mehr für Solidarität oder eine progressive ge­sellschaftliche Agenda, sondern bilden die Grundlage des aufkommenden Plattformkapitalismus. Begleitet wird diese ökonomische Entwicklung von einer weltweiten politischen Wende, die sich aus überkommenen Gemeinschaftsvorstellungen von Identität und Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Diskriminierung speist.
Vor diesem Hintergrund will das Ausstellungs- und Publikationsprojekt An Atlas of Commo­ning den offenen und emanzipatorischen Raum des Wir zurückerobern und neu definieren. Das Projekt fokussiert dabei auf städtische Gemeingüter, worunter hier die Schaffung und Bewirtschaf­tung (materieller und immaterieller) kollektiver Ressourcen und Räume als Grundlage demo­kra­tischer Teilhabe verstanden wird. Dies bringt die Wortneuschöpfung commoning beziehungsweise ‚gemeinschaffen’ zum Ausdruck.
Ausgangspunkt der Ausstellung bildet ein Atlas, ein visuelles Archiv mit vielfältigen Fallbeispie­len aus Geschichte und Gegenwart. Der Atlas, der von ARCH+ in Zusammenarbeit mit der School of Architecture der Carnegie Mellon University erarbeitet wird, präsentiert zunächst 30 ausge­wählte Projekte des Gemeinschaffens. Diese werden im Zuge der Ausstellungstournee an verschie­denen Orten unter Mitwirkung lokaler Akteure ergänzt und bilden so als offenes Wissensarchiv eine wertvolle Dokumentation lokaler Grassroots-Projekte.
Der Atlas geht in eine vertiefte Untersuchung der drei thematischen Spannungsfelder Eigentum – Zugang, Produktion – Reproduktion sowie Recht – Solidarität über. Künstlerische Arbeiten eröffnen darüber hinaus weitere Zugänge zum Thema. Im Rahmen der Ausstellung erscheint eine Aus­gabe von ARCH+, die einen weitreichenden Einblick in wichtige theoretische Positionen und praktische Beispiele geben.
Mit Beiträgen von: Morehshin Allahyari & Daniel Rourke, Assemble & Granby Workshop
Auroville, DAAR Decolonizing Architecture Art Residency, Eureka, FATkoehl & Christian Burkhard, Florian Hertweck & Andrea Rumpf, Manuel Herz, Kotti & Co, Kuehn Malvezzi, Angelika Levi, La Maloca Tukano, NLÉ Architects, PlanBude, Prinzessinnengarten, Brandlhuber+ Christopher Roth, Urban Think Tank, WiLMA19, Samson Young

Weitere Ausstellung im Projektraum/Studio1:

 

Mart Stam Preises 2017

26. Mai bis 3. Juni, täglich von 12 bis 19 Uhr

Eröffnung: Freitag, 25. Mai, ab 18 Uhr
mit Redebeiträgen von Stefan Koppelkamm, Leonie Baumann und Stéphane Bauer
19:00 Uhr performative Situation von Luisa Kleemann & Alina Rentsch

Alina Rentsch
Essi Glomb
Jolanda Todt
Leon Laskowski
Luisa Kleemann
Maria Miottke
Max Bellinghausen
Rie Yamada

Im Oktober 2017 wurden sieben Abschlussarbeiten von Absolvent_innen der weißensee kunsthochschule berlin mit dem jährlich ausgelobten Mart Stam Preis prämiert. Der von der Mart Stam Gesellschaft und der mart stam stiftung für kunst + gestaltung verliehene Preis besteht aus der Finanzierung einer Ausstellung und eines Kataloges. Der Mart Stam Preis 2017 konnten mit Hilfe der freundlichen Unterstützung von GASAG, BSR und ruksaldruck und in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien realisiert werden.

Führung durch die Ausstellung mit dem Kurator Stéphane Bauer
Mittwoch, 30. Mai 2018 · 18:00 Uhr

Finissage
Sonntag, 3. Juni 2018, 11:00–15:00 Uhr
Alle Preisträger*innen sind anwesend.

Tokyo Arts and Space –Residency Berlin– Raum 139 1. OG. Bethanien

Kommende Stipendiat*innen:
Atsushi Fukunaga – April-Juni 2018
Student*innen der Yoshibi Kunstuniversität– Juli-September 2018
Ryo Mikami – Oktober-Dezember 2018
Yoshie Sugito – Januar-März 2019


Komplizen

Der Kunstraum hat neue Verbündete: Seit Januar 2015 unterstützen die Komplizen den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien als Förderverein. Hierbei geht es in vielerlei Hinsicht um die gemeinsame Sache - Neben der finanziellen Förderung soll vor allem auch ein Netzwerk aus Kunstinteressierten und Künstlern geschaffen werden. Für den regelmäßigen Austausch unter den Komplizen sorgt ein kuratiertes Programm, das im Rahmen der Ausstellungen des Kunstraums stattfindet.
Mehr Hinweise zu den Komplizen über facebook.

"Raum der Komplizen"

Der Raum der Komplizen dient der Präsentation von kleineren künstlerischen Projekten, von Interventionen oder Projekten der Kulturellen Bildung (hier vornehmlich von den Partnerschulen des Kunstraumes).

Weitere Informationen/Aktuelles:

Newsletter:
Wenn Sie unser Newsletter bestellen möchten, schreiben Sie bitte eine Email mit dem Betreff "subscribe": bauer[at]kunstraumkreuzberg.de

Praktikum:
Interesse an einem studiumbegleitenden Praktikum im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien?
Der Kunstraum Kreuzberg bietet regelmäßig Praktika an. Voraussetzungen: Lust und Interesse Kunstausstellungen zu organisieren, bei der Öffentlichkeitsarbeit mitzuarbeiten, bei den Veranstaltungen mitzuwirken... Wir können leider kein Geld anbieten aber wichtige Erfahrungen und Kenntnisse, konkrete und spannende Einblicke in die Arbeit einer Kunstinstitution, Arbeit im Team, Verantwortung, Netzwerke, u.v.a. Das Praktikum dauert ca. 3 Monate und umfasst in der Regel 30 St./Woche, es sei denn es ist ein Pflichtpraktikum für die Ausbildung, das mehr Stunden beinhaltet.
Bei Interesse senden Sie bitte Ihre Bewerbung an: bethanien[at]kunstraumkreuzberg.de

Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ist eine Kommunale Galerie des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg und erhält hierüber seine Grundfinanzierung.
Der Kunstraum ist Mitglied im Arbeitskreis der Kommunalen Galerien Berlin: www.kgberlin.net
Seit 2014 wird die Arbeit des Kunstraumes unterstützt aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa: Ausstellungsfonds Kommunale Galerien

Weitere Hinweise über Ausstellungen in Berlin erhalten Sie unter:

Informationen zu den touristischen Angeboten in Friedrichshain-Kreuzberg erhalten Sie unter: www.tourismus-friedrichshain-kreuzberg.de

Informationen zu Angeboten in Kreuzberg und nützliche Adressen erhalten Sie unter: www.x-berg.info

Der Kunstraum Kreuzberg ist eine Einrichtung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg. Informationen zum Fachbereich Kultur und Geschichte des Bezirksamtes erhalten Sie unter: www.kulturamt-friedrichshain-kreuzberg.de

Der Kunstraum Kreuzberg ist im Bethanien geblieben! Das Bethanien heisst jetzt Kunstquartier Bethanien!
Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ist weiterhin gemeinsam mit der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg und der Druckwerkstatt des Kulturwerks des bbk-berlin Ankernutzer im Bethanien. Das Bethanien bleibt ein avanciertes Zentrum der künstlerischen Produktion und Präsentation. Lediglich die Künstlerhaus Bethanien GmbH ist Ende Juni 2010 mit ihrem Atelierprogramm aus dem Bethanien ausgezogen und hat einen neuen Standort in Kreuzberg bezogen:www.kuenstlerhausbethanien.de
Die freiwerdenden Flächen werden durch öffentliche künstlerische Einrichtungen und Institutionen genutzt. Der Kulturstandort Bethanien wird weiter ausgebaut! Seit dem 01. Juli 2010 heisst das Bethanien Kunstquartier Bethanien! Seit dem 1. September 2010 sind 17 KünstlerInnen aus dem Berliner Atelierprogramm eingezogen. Ab März 2011 sind die Theaterplattform und interdisziplinäre Projekträume eingezogen. Bereits seit Ende Mai 2010 hat das Café-Restaurant "3Schwestern" geöffnet...
Weitere Informationen: www.kunstquartier-bethanien.de

Einen ausführlichen Flyer zum Kunstquartier Bethanien können Sie hier auf Deutsch oder Englisch herunterladen.

Kulturelle Bildung:
Seit 1. Februar 2007 hat der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien im Rahmen der Offensive für kulturelle Bildung des Rates für die Künste Patenschaften mit zwei Berliner Schulen übernommen:
www.rat-fuer-die-kuenste.de
www.fichtelgebirge-gs.cidsnet.de und www.fippev.de
www.loewe.cidsnet.de