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mariannenplatz 2
10997 berlin
u-bahn kottbusser tor

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öffnungszeiten:
täglich: 11 - 20 uhr
führung auf anfrage

eintritt frei
free admission

 


Aktuelle Termine im Rahmen der Ausstellung "Brad Downey – Slow Motion Disasters"


Ulay – There Is a Criminal Touch to Art (The Poor Poet) – Video Screening und Talk mit Ulay und Brad Downey in englischer Sprache

Samstag, 25. Mai 2019, 19 Uhr

1976 entschied sich der Künstler Ulay das Gemälde Der arme Poet (1839) von Carl Spitzweg, angeblich das Lieblingsgemälde Adolf Hitlers, aus der Neuen Nationalgalerie in West-Berlin zu stehlen. Nachdem er das Bild erfolgreich entwendet hatte, fuhr er nach Kreuzberg. Zunächst rannte er – das Sicherheitspersonal des Museums ihm auf den Fersen – mit dem Gemälde unter dem Arm durch den Schnee zum Bethanien (heute Kunstquartier Bethanien) und von dort aus zu einer türkischen Arbeiterfamilie in der Muskauer Straße. Sie hatte eingewilligt, einen Dokumentarfilm über die Aktion in ihrem Zuhause drehen zu lassen, allerdings ohne die genauen Details zu kennen. Auf dem Weg rief Ulay von einer Telefonzelle aus die Polizei an und forderte, dass der Direktor der Nationalgalerie das Gemälde abholen möge. Das Bild hängte er ins Wohnzimmer der Familie, um damit sowohl die Thematik der Diskriminierung türkischstämmiger Arbeitnehmer*innen als auch die Marginalisierung der Kunst durch Institutionen in die Diskussion zu bringen. „To bring a discussion about the correspondence between art institutes from the academy to museums to whatever.“ (Interview mit Ulay, Louisiana Channel, https://vimeo.com/248153666)

Der Video-Screening- und Gesprächsabend im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien beginnt mit einer Einführung von Hana Ostan Ožbolt von der ULAY Foundation Ljubljana zum Film. Irritation – There Is a Criminal Touch to Art (1976, 25 min) zeigt Ulays Diebstahl des Gemäldes sowie die Rezeption durch die Presse. Marina Abramovc dokumentierte die Aktion fotografisch, während Werner Herzogs ehemaliger Kameramann Jörg Schmidt-Reitwein, der dem Van von Ulay folgte, das Geschehen filmisch festhielt. Im Anschluss an die Filmvorführung folgt ein Gespräch zwischen Ulay, Brad Downey, dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und dem Publikum, in dem es unter anderem auch um die Gründe für die Auswahl des Spitzweg-Gemäldes sowie die verschiedenen künstlerischen Mittel der institutionellen Kritik und um die "Kriminelle Berührung in der Kunst" gehen wird.

Ulay (geb. 1943 in Solingen) ist das Pseudonym von Frank Uwe Laysiepen, dem legendären Künstler, der auch für seine Zusammenarbeit mit Marina Abramovic berühmt ist, und dessen radikale Werke die Grenzen der Fotografie und Performance gesprengt haben. Zu seinen jüngsten Einzelausstellungen und Performances zählen: Richard Saltoun Gallery, London (2019); Depart Foundation, Los Angeles, Kalifornien, USA (2017); Cooper Gallery, Dundee, Großbritannien (2017); Schirn Kunsthalle Frankfurt (2016/17); Fondazione Prada, Mailand, Italien (2016); Museum für Kunst und Geschichte, Genf, Schweiz (2016); Nederlands Fotomuseum, Rotterdam, Niederlande (2015); Stedelijk Museum, Amsterdam, Niederlande (2015); Tate Liverpool, Großbritannien (2013); C-Space, Peking, China (2011); Nationales Zentrum für zeitgenössische Kunst (NCCA), Moskau, Russland (2007). Ulays Arbeiten sowie seine in zahlreichen Kooperationen mit Abramovi? entstandenen Werke sind in Sammlungen bedeutender Institutionen auf der ganzen Welt vertreten: u. a. im Stedelijk Museum, im Centre Pompidou, im Kunstmuseum Bern, im San Francisco Museum of Modern Art (SFMOMA) sowie im Museum of Modern Art (MoMA). Ulay lebt und arbeitet derzeit in Amsterdam, Niederlande, und Ljubljana, Slowenien.

Die Veranstaltung findet statt im Rahmen von SLOW MOTION DISASTERS, einer Einzelausstellung des in Berlin lebenden Künstlers Brad Downey, präsentiert vom Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Downey und den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien verbindet eine lange Geschichte: Der Künstler kam erstmals 2003 im Rahmen des Street-Art-Festivals Backjumps nach Berlin. 2011 legte er hier als Teil der Ausstellung Do Not Think ein unter 20 Farbschichten verborgenes Werk des britischen Künstlers Banksy frei. Mit SLOW MOTION DISASTERS widmet sich der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien nun den neusten Arbeiten Brad Downeys. Anhand einer Bandbreite von Medien, die von Film, Fotografie, Skulptur, Zeichnung bis hin zu raumgreifenden Installationen reicht, nimmt Downey das Verhältnis von Individuum, staatlicher Autorität und politischen Machtverhältnissen in den Fokus. Dabei bewegen sich seine aktiven Eingriffe in ihren Größenordnungen zwischen minimal und megaloman.

Foto: Ulay, "Irritation - There is a Criminal Touch to Art", 1976, Performance documentation, black and white video © the artist, Courtesy Ulay Foundation


Brad Downey – Slow Motions Disasters


Ausstellung
13. April bis 23. Juni 2019


Polizisten beim AcroYoga, Drohnenflüge über militärische Übungsgelände in der kalifornischen Sonora-Wüste, ein bildgewordenes Stück Zaun der US-amerikanischen Grenze zu Mexiko, ein Melania-Trump-Memorial, das ihren Wurzeln in ihrer Heimatstadt nachspürt, mit brutalistischen Betonlandschaften verschmelzende Tiere – mittels sozialer Plastik kommentiert und unterwandert Brad Downey Gegebenheiten, gesellschaftliche Verhältnisse und politische Machtstrukturen.

International bekannt wurde der in Louisville, Kentucky, geborene Künstler durch seine subversiven Eingriffe und minimalistischen Interventionen im öffentlichen Raum: irritierende Verfremdungen und humorvolle Neuverbindungen scheinbar unzusammenhängender Dinge und Verhältnisse machten die starren Normen und Konventionen, die unsere urbane Umgebung dominieren, sichtbar. In seiner Einzelausstellung SLOW MOTION DISASTERS im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien blickt Downey nun nicht mehr nur auf die Ordnung der Dinge in der Stadt und dem öffentlichen Raum. Anhand einer Bandbreite von Medien, die von Film, Fotografie, Skulptur, Zeichnung bis hin zu raumgreifenden Installationen reicht, nimmt Downey das Verhältnis von Individuum, staatlicher Autorität und politischen Machtverhältnissen in den Fokus. Dabei bewegen sich seine aktiven Eingriffe in ihren Größenordnungen zwischen minimal und megaloman.

Downey nimmt die Rolle eines Tricksters ein, der unsere Seh- und Lesegewohnheiten wie in einem Slapstick mittels Situationskomik und scheinbarer Zufälligkeit zu Fall bringt und den dahinterliegenden realen Wahnwitz offenlegt. Es eröffnet sich ein poetischer Raum für neue Sicht- und Handlungsweisen und nicht zuletzt für eine Begegnung mit dem eigenen tiefen Unwohlsein. Welche Möglichkeiten haben wir im Umgang mit den irrationalen, widersprüchlichen Phänomenen, die wir täglich wahrnehmen, aber nicht wahrhaben wollen? Wie begegnen wir den unausweichlichen Desastern unserer Zeit?

Begleitprogramm und weitere Informationen finden Sie hier ...

Kommende Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Im Sommer geht der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in eine längere Sommerpause: die Böden werden renoviert, die Eingangssituation verändert, etc. Am 27. September eröffnen wir wieder mit der Ausstellung "Up in Arms". Eine Ausstellung der nGbK in Kooperation mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. 28. September bis 15. Dezember 2019.

Der Fokus des Ausstellungsprojektes liegt auf dem emanzipatorischen Potential von Kunst. Sie lehnt sich auf (to be ›up in arms‹), indem sie uns auffordert hinzusehen: auf die Waffen die weit weg in die Luft gehen, während der Profit uns hier zugutekommt. Künstler_innen und Nichtregierungsorganisationen arbeiten für dieses Projekt zusammen und beleuchten den internationalen Rüstungshandel. Über die Ausstellung hinaus wird auch im öffentlichen Raum Berlins die Frage gestellt: Welche Rolle spielt(e) der Handel mit Waffen heute und in der Vergangenheit, welche Lobby-Netzwerke gibt es und wie kann Widerstand aussehen?


Weitere Ausstellung im Projektraum/Studio1/Foyer:

Bitte schauen Sie hier Angaben zum aktuellen Programm: www.kunstquartier-bethanien.de

Studio1:

Auftakt der zweiten Spielzeit von ASSEMBLE
Raimund Hoghe: P
rojekt Bethanien, Berlin (TITEL)

Performance: Freitag, 3. Mai, 19:00 Uhr

Weitere Informationen...

ASSEMBLE wird gefördert durch die Hauptstadtkulturfonds, Berlin.
“Projekt Bethanien, Berlin” wird ermöglicht durch die Einzelprojektförderung der Berliner Senat

Auf dem Mariannenplatz:

Zukunftsland 2099

Installation und Projekt im öffentlichen Raum von Mikala Hyldig Dal und alpha nova & galerie futura in Kooperation mit SUPERFILIALE, Haus Lausitzer Str. 10, Prinzessinnengärten, Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und Augmented Archive.
Kuratiert von Mikala Hyldig Dal, Katharina Koch, Dorothea Nold.
Künstler*innen: Nora Al-Badri, Lisa Glauer, Mikala Hyldig Dal, Dorothea Nold, Franziska Pierwoss, SUPERFILIALE (Markus Born & Markus Zimmermann)
Unterstützt mit Mitteln der Projektförderung des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg und vom FriXfonds - künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum.
Termine:

Bustour / Installation / Interventionen

11.5.-8.6.2019

Eröffnung: 10.5.2019

16:00 Mariannenplatz / Kunstquartier Bethanien: Auftakt und Präsentation der virtuellen Skulptur für das Bethanien, in Kooperation mit Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.

16:30-18:30 Augmented Reality & moderierte Bustour, vom Mariannenplatz zum Arena Areal mit Stops an den Prinzessinnengärten, Kotti&Co (Kottbusser Tor), Haus Lausitzer Str. 10, ehemalige Cuvry Brache.
19:00 Eröffnung Raum- und Videoinstallation SUPERFILIALE Utopian Tours bei alpha nova & galerie futura.

Raum- und Videoinstallation SUPERFILIALE Utopian Tours
11.5.-8.6.2019, Mi-Sa 16:00-19:00, alpha nova & galerie futura

Bustouren & künstlerische Interventionen

10.5.2019, 16:30-18:30, Abfahrt Mariannenplatz
18.5. & 25.5.2019, 16:00-18:00, Abfahrt/Ankunft, alpha nova & galerie futura, Am Flutgraben 3
1.6. & 8.6. 2019, 16:00-18:00, Abfahrt/Ankunft, alpha nova & galerie futura, Am Flutgraben 3

Reservierung Bustouren (kostenfrei): mail@alapha-nova-kulturwerkstatt.de

Mehr Informationen zu Zukunftsland 2099: www.galeriefutura.de

Orte: öffentlicher Raum in Kreuzberg // alpha nova & galerie futura
alpha nova & galerie futura
Am Flutgraben 3, 12435 Berlin
www.galeriefutura.de

Im Foyer im Kunstquartier Bethanien:

Zeit.Für.Wandel.

Eine Fotoausstellung zur Klimapartnerschaft
Friedrichshain-Kreuzberg – San Rafael del Sur
Eröffnung: 9. Mai 2019, 17.30 Uhr
Begrüßung: Clara Herrmann, Stadträtin für Umwelt, Finanzen, Kultur und Weiterbildung
Rafael Silva, Projektkoordinator in der Gemeindeverwaltung San Rafael del Sur (Nicaragua)
Michael Jopp, Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Kreuzberg-San Rafael del Sur e.V

 

Foyer im Kunstquartier Bethanien, Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
Ausstellungsdauer: 10. Mai – 6. Juni 2019, täglich tagsüber öffentlich zugänglich

Die Ausstellung Zeit.für.Wandel entstand vor dem Hintergrund der Zusammenarbeit der Partnergemeinden Friedrichshain-Kreuzberg und San Rafael del Sur zu den Themen Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel. Sie lädt zum Nachdenken und Verweilen ein und macht die bereits heute spürbaren Folgen des Klimawandels in Nicaragua deutlich. Die fotografische Arbeit erfolgte durch Oswaldo Rivas. Er stammt aus Nicaragua und ist Teil des Fotografenteams der internationalen Nachrichtenagentur REUTERS.

Tokyo Arts and Space –Residency Berlin– Raum 139 1. OG. Bethanien

Kommende Stipendiat*innen:
Yoshie Sugito – Januar-März 2019
Koro Ihara – April-Juni 2019
N.N. Künstler*in der Yoshibi Universität – Juli-September 2019
Shigeo Arikawa – Oktober-Dezember 2019
Tomoko Hojo – Januar-März 2020

Weitere Informationen/Aktuelles:

Newsletter:
Wenn Sie unser Newsletter bestellen möchten, schreiben Sie bitte eine Email mit dem Betreff "subscribe": bauer[at]kunstraumkreuzberg.de

Praktikum:
Interesse an einem studiumbegleitenden Praktikum im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien?
Der Kunstraum Kreuzberg bietet regelmäßig Praktika an. Voraussetzungen: Lust und Interesse Kunstausstellungen zu organisieren, bei der Öffentlichkeitsarbeit mitzuarbeiten, bei den Veranstaltungen mitzuwirken... Wir können leider kein Geld anbieten aber wichtige Erfahrungen und Kenntnisse, konkrete und spannende Einblicke in die Arbeit einer Kunstinstitution, Arbeit im Team, Verantwortung, Netzwerke, u.v.a. Das Praktikum dauert ca. 3 Monate und umfasst in der Regel 30 St./Woche, es sei denn es ist ein Pflichtpraktikum für die Ausbildung, das mehr Stunden beinhaltet.
Bei Interesse senden Sie bitte Ihre Bewerbung an: bethanien[at]kunstraumkreuzberg.de

Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ist eine Kommunale Galerie des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg und erhält hierüber seine Grundfinanzierung.
Der Kunstraum ist Mitglied im Arbeitskreis der Kommunalen Galerien Berlin: www.kgberlin.net
Seit 2014 wird die Arbeit des Kunstraumes unterstützt aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa: Ausstellungsfonds Kommunale Galerien

Weitere Hinweise über Ausstellungen in Berlin erhalten Sie unter:

Informationen zu den touristischen Angeboten in Friedrichshain-Kreuzberg erhalten Sie unter: www.tourismus-friedrichshain-kreuzberg.de

Informationen zu Angeboten in Kreuzberg und nützliche Adressen erhalten Sie unter: www.x-berg.info

Der Kunstraum Kreuzberg ist eine Einrichtung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg. Informationen zum Fachbereich Kultur und Geschichte des Bezirksamtes erhalten Sie unter: www.kulturamt-friedrichshain-kreuzberg.de

Der Kunstraum Kreuzberg ist im Bethanien geblieben! Das Bethanien heisst jetzt Kunstquartier Bethanien!
Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ist weiterhin gemeinsam mit der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg und der Druckwerkstatt des Kulturwerks des bbk-berlin Ankernutzer im Bethanien. Das Bethanien bleibt ein avanciertes Zentrum der künstlerischen Produktion und Präsentation. Lediglich die Künstlerhaus Bethanien GmbH ist Ende Juni 2010 mit ihrem Atelierprogramm aus dem Bethanien ausgezogen und hat einen neuen Standort in Kreuzberg bezogen:www.kuenstlerhausbethanien.de
Die freiwerdenden Flächen werden durch öffentliche künstlerische Einrichtungen und Institutionen genutzt. Der Kulturstandort Bethanien wird weiter ausgebaut! Seit dem 01. Juli 2010 heisst das Bethanien Kunstquartier Bethanien! Seit dem 1. September 2010 sind 17 KünstlerInnen aus dem Berliner Atelierprogramm eingezogen. Ab März 2011 sind die Theaterplattform und interdisziplinäre Projekträume eingezogen. Bereits seit Ende Mai 2010 hat das Café-Restaurant "3Schwestern" geöffnet...
Weitere Informationen: www.kunstquartier-bethanien.de

Einen ausführlichen Flyer zum Kunstquartier Bethanien können Sie hier auf Deutsch oder Englisch herunterladen.

Kulturelle Bildung:
Seit 1. Februar 2007 hat der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien im Rahmen der Offensive für kulturelle Bildung des Rates für die Künste Patenschaften mit zwei Berliner Schulen übernommen:
www.rat-fuer-die-kuenste.de
www.fichtelgebirge-gs.cidsnet.de und www.fippev.de
www.loewe.cidsnet.de