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öffnungszeiten:
täglich: 11 - 20 uhr
führung auf anfrage

eintritt frei
free admission

 


Aktuelle Termine

Veranstaltung:

Ein Blick hinter die Kulissen der Karikaturkunst 
In seinem Video-Vortrag geht Erdil Yasaroglu, einer der bekanntesten türkischen Cartoonisten, der Frage nach, warum, wie und worüber wir lachen.  
(Türkisch mit deutscher Simultan-Übersetzung) 
Sonntag, 14. Oktober 2018, 19 Uhr


Ausstellung:

08. September bis 04. November 2018

Wir verrecken vor Lachen! – 50 Jahre Karikatürkei

Ein Projekt von Tunçay Kulaoglu und Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Idee und Konzept: Tunçay Kulaoglu
Kuratiert von Serkan Altunigne, Tunçay Kulaoglu und Jule Sievert

Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und den Berliner Projektfonds kulturelle Bildung.
In Kooperation mit dem Maxim Gorki Theater und Young Arts Neukölln.

Die Ausstellung Wir verrecken vor Lachen! – 50 Jahre Karikatürkei rückt die politisch-gesellschaftliche Relevanz der Karikaturkunst in der Türkei von 1972 bis heute in den Fokus. Durch diesen zeitlichen Bogen wird die Traditionslinie der türkischen Satire nachvollziehbar. Zum einen in ästhetischer Hinsicht, schließlich lässt sich das grafische Konzept fast aller Satirezeitschriften in der heutigen Türkei auf die 1972 erstmalig erscheinende Zeitschrift Girgir zurückführen, die den Startschuss für ein massentaugliches Blatt gab. Zum anderen diente dessen legendäre vorletzte Seite mit Rubriken wie „Grünschnabel“ oder „Eier vorm Schlüpfen“  als Talentschmiede für den zeichnenden Nachwuchs, so dass die renommiertesten Karikaturist*innen der Gegenwart sich dort mit ihren ersten Arbeiten erproben konnten. Bis heute prägen diese Generationen die Karikaturkunst der Türkei. 
Auch auf inhaltlicher Ebene wird die gegenwärtige Karikaturkunst kontextualisiert, werden Kontinuitäten und thematische Entwicklungen aufgezeigt. In den Themenfeldern wie Sexualität, politischer Widerstand, feministische Perspektiven oder deutsch-türkische Arbeitsmigration wird die Satire in ihrem Facettenreichtum, ihrem enormen kreativen Potenzial erlebbar.

Damit lenkt die Ausstellung das Augenmerk auf ein dissidentes künstlerisches Feld, das im westlichen Bewusstsein wenig präsent ist. Karikaturkunst als kritisches Genre – und als Massenphänomen – findet in der gegenwärtigen Türkei-Berichterstattung kaum Raum. In der oft grell zugespitzten Nachrichtenrealität werden zumeist nur Arbeiten regimetreuer Zeichner*innen herangezogen, die etwa Angela Merkel als Hitler-Wiedergängerin oder in anderen Nazi-Zusammenhängen zeigen. Die Gefahr, in die sich widerständige Cartoonist*innen genau so wie andere Kulturschaffende und Oppositionelle begeben, bleibt dagegen überwiegend ausgeblendet. Ebenso das hierzulande völlig unbekannte breite Spektrum von radikalen ästhetischen Ansätzen zwischen Cartoon, Graphic Novel und Comic.

Die Ausstellung Wir verrecken vor Lachen! – 50 Jahre Karikatürkei mit ihrem umfangreichen Rahmenprogramm aus Künstler*innengesprächen, Performances, Stand Up, Workshop, Vorträgen u.a. soll weniger zum bloßen Anschauen und Ausstellen einladen als vielmehr zum Interagieren und Teilen des gemeinsamen Humors. Denn „Autorität bedarf zu ihrer Erhaltung und Sicherung des Respekts entweder vor der Person oder dem Amt. Ihr gefährlichster Gegner ist nicht Feindschaft, sondern Verachtung, und was sie am sichersten unterminiert, ist das Lachen.“ (Hannah Arendt) Die aktuellen Resonanzräume der Satire zeigen in ihrem zunehmend begrenzten Raum das gesellschaftlich-künstlerische Potential der Karikaturist*innen im Hinblick auf ihre politische Widerständigkeit auf und sollen sie stärken.


Weitere Informationen finden Sie hier ...

 

Kommende Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien:

17. November 2018 – 13. Januar 2019
Eröffnung: Freitag, den 16. November, ab 19 Uhr 
Pissing in a River. Again! 
Ein Projekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien initiiert von Andrea Pichl und Stephanie Kloss. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa: Präsentationsförderung Bildende Kunst, Ausstellungsfonds für Kommunale Galerien, Fonds für Ausstellungsvergütungen und aus dem Projektfonds Kulturelle Bildung – Fördersäule 3.
Patti Smiths Song „Pissing in a River - Watching it Rise“ (1976) steht metaphorisch für Widerstand und Rebellion. Lyrisch und leise verweist das Lied zunächst auf intensive Gefühle von Unsicherheit und Verletzung, welche die Musikerin durch einen provozierenden und selbstbestimmten Akt in Stärke und Kraft umwandelt. Dabei führt der Bruch mit gesellschaftlichen Konventionen im Lied zu einer Selbstermächtigung des lyrischen Ichs.
Im Rahmen des Ausstellungsprojektes Pissing in a River. Again! zeigen ca. 25 zeitgenössische Künstlerinnen verschiedener Generationen, dass Smiths Text auch heute nichts von seiner Energie und Aktualität verloren hat. In Videoprojektionen, Skulpturen, Malereien, Fotografien, Performances und Lesungen setzen sie sich auf unterschiedliche Weise mit gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander. Vermeintlich männlich konnotierte Attribute wie Stärke, Unabhängigkeit und Entschlossenheit beanspruchen die Künstlerinnen des Projektes dabei thematisch für sich ganz im Sinne von Patti Smith.
Mal protestieren sie explizit gegen herrschende Konventionen, mal kritisieren sie subtil gegenwärtige Zustände oder machen ironisch auf gesellschaftliche Machtstrukturen aufmerksam.
Pissing in a River. Again! ist eine kritische künstlerische Auseinandersetzung-provozierend, humoristisch, laut und kraftvoll. 
Das Ausstellungsprojekt feiert die Diversität mit der zeitgenössische Künstlerinnen ihre Positionen intensiv und offensiv in einer immer noch männlich dominierten Kunstwelt platzieren oder ihr provokant entgegensetzen. Mit Hilfe einer Vielzahl von Methoden und Materialien loten sie die Regeln von Freiheit, Rebellion und Selbstbestimmtheit aus.
Beteiligte Künstler*innen: Caroline Achaintre, Yael Bartana, Caro Bittermann, Susanne Bürner, Keren Cytter, Natalie Czech, Tatjana Doll, Valerie Favre, Berta Fischer, Laura Horelli, Nadira Husain, Anne-Mie van Kerkhoven, Stephanie Kloss, Folke Köbberling, Julia Lazarus, Hanne Lippard, Sarah Lüttchen, Inge Mahn, Andrea Pichl, Katrin Plavcak, Laure Prouvost, Sabine Reinfeld, Farzaneh Rosta, Katharina Sieverding, Celine Struger, Barbara Trautmann, Raphaela Vogel, Ina Weber, Ruth Wolf-Rehfeldt u.a.

Weitere Ausstellung im Projektraum/Studio1:

Bitte schauen Sie hier Angaben zum aktuellen Programm: www.kunstquartier-bethanien.de

Tokyo Arts and Space –Residency Berlin– Raum 139 1. OG. Bethanien

Kommende Stipendiat*innen:
Atsushi Fukunaga – April-Juni 2018
Student*innen der Yoshibi Kunstuniversität– Juli-September 2018
Ryo Mikami – Oktober-Dezember 2018
Yoshie Sugito – Januar-März 2019

 

Komplizen

Der Kunstraum hat neue Verbündete: Seit Januar 2015 unterstützen die Komplizen den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien als Förderverein. Hierbei geht es in vielerlei Hinsicht um die gemeinsame Sache - Neben der finanziellen Förderung soll vor allem auch ein Netzwerk aus Kunstinteressierten und Künstlern geschaffen werden. Für den regelmäßigen Austausch unter den Komplizen sorgt ein kuratiertes Programm, das im Rahmen der Ausstellungen des Kunstraums stattfindet.
Mehr Hinweise zu den Komplizen über facebook.

"Raum der Komplizen"

Der Raum der Komplizen dient der Präsentation von kleineren künstlerischen Projekten, von Interventionen oder Projekten der Kulturellen Bildung (hier vornehmlich von den Partnerschulen des Kunstraumes).

Weitere Informationen/Aktuelles:

Newsletter:
Wenn Sie unser Newsletter bestellen möchten, schreiben Sie bitte eine Email mit dem Betreff "subscribe": bauer[at]kunstraumkreuzberg.de

Praktikum:
Interesse an einem studiumbegleitenden Praktikum im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien?
Der Kunstraum Kreuzberg bietet regelmäßig Praktika an. Voraussetzungen: Lust und Interesse Kunstausstellungen zu organisieren, bei der Öffentlichkeitsarbeit mitzuarbeiten, bei den Veranstaltungen mitzuwirken... Wir können leider kein Geld anbieten aber wichtige Erfahrungen und Kenntnisse, konkrete und spannende Einblicke in die Arbeit einer Kunstinstitution, Arbeit im Team, Verantwortung, Netzwerke, u.v.a. Das Praktikum dauert ca. 3 Monate und umfasst in der Regel 30 St./Woche, es sei denn es ist ein Pflichtpraktikum für die Ausbildung, das mehr Stunden beinhaltet.
Bei Interesse senden Sie bitte Ihre Bewerbung an: bethanien[at]kunstraumkreuzberg.de

Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ist eine Kommunale Galerie des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg und erhält hierüber seine Grundfinanzierung.
Der Kunstraum ist Mitglied im Arbeitskreis der Kommunalen Galerien Berlin: www.kgberlin.net
Seit 2014 wird die Arbeit des Kunstraumes unterstützt aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa: Ausstellungsfonds Kommunale Galerien

Weitere Hinweise über Ausstellungen in Berlin erhalten Sie unter:

Informationen zu den touristischen Angeboten in Friedrichshain-Kreuzberg erhalten Sie unter: www.tourismus-friedrichshain-kreuzberg.de

Informationen zu Angeboten in Kreuzberg und nützliche Adressen erhalten Sie unter: www.x-berg.info

Der Kunstraum Kreuzberg ist eine Einrichtung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg. Informationen zum Fachbereich Kultur und Geschichte des Bezirksamtes erhalten Sie unter: www.kulturamt-friedrichshain-kreuzberg.de

Der Kunstraum Kreuzberg ist im Bethanien geblieben! Das Bethanien heisst jetzt Kunstquartier Bethanien!
Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ist weiterhin gemeinsam mit der Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg und der Druckwerkstatt des Kulturwerks des bbk-berlin Ankernutzer im Bethanien. Das Bethanien bleibt ein avanciertes Zentrum der künstlerischen Produktion und Präsentation. Lediglich die Künstlerhaus Bethanien GmbH ist Ende Juni 2010 mit ihrem Atelierprogramm aus dem Bethanien ausgezogen und hat einen neuen Standort in Kreuzberg bezogen:www.kuenstlerhausbethanien.de
Die freiwerdenden Flächen werden durch öffentliche künstlerische Einrichtungen und Institutionen genutzt. Der Kulturstandort Bethanien wird weiter ausgebaut! Seit dem 01. Juli 2010 heisst das Bethanien Kunstquartier Bethanien! Seit dem 1. September 2010 sind 17 KünstlerInnen aus dem Berliner Atelierprogramm eingezogen. Ab März 2011 sind die Theaterplattform und interdisziplinäre Projekträume eingezogen. Bereits seit Ende Mai 2010 hat das Café-Restaurant "3Schwestern" geöffnet...
Weitere Informationen: www.kunstquartier-bethanien.de

Einen ausführlichen Flyer zum Kunstquartier Bethanien können Sie hier auf Deutsch oder Englisch herunterladen.

Kulturelle Bildung:
Seit 1. Februar 2007 hat der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien im Rahmen der Offensive für kulturelle Bildung des Rates für die Künste Patenschaften mit zwei Berliner Schulen übernommen:
www.rat-fuer-die-kuenste.de
www.fichtelgebirge-gs.cidsnet.de und www.fippev.de
www.loewe.cidsnet.de