Kunstraum Kreuzberg

VIDEOSTATION „Analivia Cordeiro. Computer Dance“

Analivia Cordeiro, M3X3, 1973, Standbild, © Analivia Cordeiro

Laufzeit:

3. Oktober – 1. November 2026 


TERMINE

2. Oktober / 19­–22 Uhr

Eröffnungsabend


2. Oktober / 20 Uhr

Performance heartbeat tends von Daniela Georgieva


8. und 15. Oktober 18­–19 Uhr

kuratorische Schicht


1. November / 17–20 Uhr

Finissage


1. November / 18 Uhr

Performance von Gissauro


ORT

KinoKiosk 
des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin 


ÖFFNUNGSZEITEN

täglich 10–20 Uhr


EINTRITT

frei

Am 2. Oktober laden wir zur Eröffnung der VIDEOSTATION „Analivia Cordeiro. Computer Dance“ ein. Unser neues Format VIDEOSTATION macht Videos bzw. Filme über einen längeren Zeitraum zugänglich. Diese Ausgabe konzentriert sich auf die Arbeiten der brasilianischen Videotanz-Künstlerin Analivia Cordeiro. 

„Can you imagine, we have thousands of years of human culture but there is not a way of writing of movement?“1 – fragt Analivia Cordeiro, eine der ersten Videokünstler_innen Lateinamerikas. In den 1970er Jahren versuchte sie, in ihren Videotanzarbeiten mittels eines Computers Bewegung einzufangen und Choreografien zu generieren.

Die Idee entstand aus Cordeiros Unzufriedenheit mit ihren bisherigen Videotanzaufnahmen und der mangelnden Synchronisation zwischen den Tanzenden und den Videokameras.2 Ein von Cordeiro programmierter Computer entwarf Choreografien, die sowohl für die tanzenden Personen als auch für das TV-Videoteam gedacht waren. 

In ihren Videotanzarbeiten ging es Cordeiro nicht darum, Tanz zu dokumentieren, sondern vielmehr um das Zusammenspiel zwischen Tanz, der Videokamera und deren Möglichkeiten. Beispielsweise wurden die Kostüme und die Bühne so entworfen, dass die Körper der Tanzenden und die Hintergründe durch den starken Kontrast der Kamera ineinander flossen. Die Videostation zeigt drei dieser frühen Videotanzarbeiten.

Dies ist die erste Ausstellung der Künstlerin in Berlin. 

Die Ausstellung wird von zwei von den Choreografien Analivia Cordeiros inspirierten Performances von Daniela Georgieva und Gissauro begleitet.

Diese Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und attaque[e]r le visible und wird von Lawinia Rate kuratiert. Das Ausstellungsdesign stammt von Chace Wai Shan Ho.

Analivia Cordeiro (* 1954 in São Paulo, Brasilien) ist Tänzerin, Choreografin und Videokünstlerin. Sie hat Tanz und Architektur studiert. Cordeiro lernte Tanz nach der Laban-Methode bei Maria Duschenes in Brasilien und studierte später unter anderem bei Merce Cunningham und Alvin Nikolais in New York. Sie ist für ihre frühen Experimente in den Bereichen Videokunst und Motion Capture bekannt. Besonders hervorzuheben sind ihre Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Tanz, Video und Computerkunst. Ihr Stück „M3X3“ (1973) gilt als eines der ersten Videotanzstücke mit computergenerierter Choreografie. Während ihrer gesamten Karriere hat sich Cordeiro der Erforschung des Körpers zwischen Tanz und Technologie gewidmet. Sie ist Mitglied des Internationalen Tanzkonzils CID der UNESCO. Ihre Arbeiten wurden weltweit gezeigt.


1. Ferran, Brinac: Analivia Cordeiro Interview: For Me, Movement is an Escape of the Technological Rules , in: – “ ” Studio International , 06.03.2023, online: https://www.studiointernational.com/index.php/analivia-cordeiro-interview-from-body-to-code-review-zkm-centre-for-art-and-media-karlsruhe (zuletzt konsultiert am 18.09.2026).

2. Giannetti, Claudia: Dance <=> Graphien. On Nexus and Body Movements. An Introduction, in: dies. [Hg.]: Analivia Cordeiro. From Body to Code, München 2023, S.18–34, hier S. 23.


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PROJEKT VON