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mariannenplatz 2
10997 berlin
u-bahn kottbusser tor

tel.:030/90298-1455
fax: 030/90298-1453
e-mail


öffnungszeiten:
täglich: 12 - 19 uhr
führung auf anfrage

eintritt frei


Profil:

Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien zeigt Gruppen- und Themenausstellungen zu sozialen und kulturellen Gegenwartsprozessen in Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Künsten. Zentrale Aspekte sind hierbei die Kontextualisierung der Projekte und die Berücksichtigung von Diversität, Internationalität und lokalen Bezügen.

Seinen Sitz hat der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien im 1847 erbauten ehemaligen Diakonissen-Krankenhaus am Mariannenplatz. Mit 450 qm Ausstellungsfläche und über 200 lfdm Hängefläche erfüllen die Räume die Anforderungen für mittelgroße Schauen. Im Jahr werden ca. sechs Ausstellungsprojekte z.T. gemeinsam mit kooperierenden Institutionen, Kuratoren oder Künstlergruppen realisiert. Die Ausstellungen werden von Führungen, Filmen, Diskussionen und Künstlergesprächen begleitet.

Integraler Bestandteil der Vermittlungsarbeit des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien sind Projekte der kulturellen Bildung. Dazu zählen insbesondere Partnerschaften mit Schulen. Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ist eine Einrichtung des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg. Seit 2002 ist Stéphane Bauer Leiter des Kunstraumes Kreuzberg/Bethanien und zuständig für Programm und Organisation.


Das Bethanien

Das Bethanien, das 1847 auf Veranlassung von Friedrich-Wilhelm IV nach Plänen von Theodor von Stein als Diakonissen-Krankenhaus, damals noch vor den Toren der Stadt, gebaut wurde, fungierte bis 1970 als Krankenhaus. Mit der Stilllegung des Krankenhauses 1970 begann ein vehementer “Kampf um Bethanien”: Der geplante großflächige Abriss und eine Neubebauung mit sozialem Wohnungsbau wurde durch Besetzung, Bürgerinitiativen und Denkmalschützer verhindert. Seitdem arbeiten im Hauptgebäude vorwiegend kulturelle und künstlerische Institutionen: Neben dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, die Druckwerkstatt des Kulturwerks des BBK Berlin, die Künstlerhaus Bethanien GmbH (bis voraussichtlich Ende Mai 2010) und die Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg.

Seit 1. Mai 2009 hat die GSE (Gesellschaft für StadtEntwicklung gemeinnützige GmbH, Treuhänder Berlins) die Bewirtschaftung des Bethanien übernommen und beteiligt die Mieter des Bethanien in Mieterbeiräten an der konzeptionellen Weiterentwicklung des Gebäudes als avanciertes Zentrum der künstlerischen Produktion und Präsentation. Ankernutzer sind und bleiben weiterhin die Druckwerkstatt des bbk , die Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg und der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Weitere kulturelle und künstlerische Nutzungen werden im Zuge frei werdender Flächen nachziehen. Ab dem 28. Mai 2010 wird das gastronomische im Angebot im Bethanien wieder eröffnen: Das Café-Restaurant "Die drei Schwestern" wird von Michael Böhl (ehemals Admiralspalast) und Wolfgang Sinhart (Mitbegründer des White Trash Fast Food) betrieben werden.

Der Projektraum im Bethanien

Die ehemalige Bibliothek im Bethanien (Erdgeschoß, Hauptgebäude, ca. 220qm, 6 miteinander verbundene Räume) wird seit der Schließung der Namik Kemal Bibliothek Ende 2002 in unregelmäßigen Abständen für Ausstellungen genutzt. Seit dem 1. Mai 2009 wird dieser Raum unter dem Namen "Projektraum" für öffentliche Ausstellungen und Veranstaltungen vermietet. Die Miete beträgt ca. 50,- Euro pro Nutzungstag. Die Entscheidung über die Vermietung trifft der Mieterrat des Bethanien Hauptgebäudes in Zusammenarbeit mit der GSE. Vorrangig sollen folgende Formen von Projekten und Ausstellungen stattfinden: kuratierte bzw. konzeptionell ausgerichtete Gruppenausstellungen; kuratierte thematische Projekte und Ausstellungen; Ausstellungen von Kunsthochschulen; Ergebnisse von Projekten der kulturellen Bildung. Es soll vermieden werden, dass kommerzielle, verkaufsorientierte, werbeorientierte oder beliebige Projekte ausgestellt und gezeigt werden. Der Eintritt zu den Ausstellungen sollte frei sein. Ihren Projektvorschlag können Sie uns gerne per Mail zuschicken, wir leiten diesen dann weiter an die übrigen Mitglieder des Mieterrates und an die GSE: projektraum[at]kunstraumkreuzberg.de

Stéphane Bauer, Leiter des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien

Stéphane Bauer ist in Neuilly-sur-Seine/Frankreich geboren. Aufgewachsen ist er in Nizza/Frankreich, Bloomington/USA und in Bonn/Deutschland. Er hat Soziologie, Politologie, Volkswirtschaftslehre und Psychologie an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn und an der Freien Universität Berlin studiert.

Stéphane Bauer hat seine ersten Erfahrungen im Kulturbereich im AStA (Allgemeiner StudentInnenausschuß) und in der Initiative für ein selbstverwaltetes Jugend- und Kulturzentrum Bonn e.V. gesammelt. Er war anschließend Mitarbeiter des Bundesverbandes Studentischer Kulturarbeit in Bonn, war als freier Mitarbeiter an der Hochschule der Künste Berlin am Institut für Kunstvermittlung tätig und seit Juli 1990 Geschäftsführer des Kunstamts Kreuzberg. Seit 2002 ist Stéphane Bauer Leiter des Kunstraumes Kreuzberg/Bethanien.

Seit 1997 kuratiert Stéphane Bauer Ausstellungen im Kunstamt Kreuzberg, in der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. und im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Von 2002 bis 2008 leitete er ebenfalls einmal jährlich das zweiwöchige internationale Kulturmittlerseminar des Goethe Instituts in Berlin. Seit 2006 ist Stéphane Bauer Dozent beim Bildungswerk des bbk Berlin und unterrichtet Ausstellungsorganisation. Seit dem Wintersemester 2008/09 hat Stéphane Bauer einen Lehrauftrag für kuratorische Praxis am Institut für Kunst im Kontext der UdK Berlin.

Seine Projekte führten ihn für Vorträge und Workshops nach Accra/Ghana, Belgrad/Serbien, Brüssel/Belgien, Chicago/USA, Istanbul/Türkei, Jerusalem/Israel, Kairo/Ägypten, Madrid/Spanien, Paris/Frankreich, Prag/Tschechien, Ramallah/Palästinensische Gebiete, Sao Paulo/Brasilien, Tokio/Japan , Warschau/Polen und in diverse deutsche Städte. Seit März 2008 ist er Mitglied des Rates für die Künste Berlin.

Ein kuratorisches Statement und einen Lebenslauf von Stéphane Bauer finden Sie auf der Webseite des Goethe Institutes unter "KuratorInnen aus Deutschland": www.goethe.de