Kunstraum Kreuzberg

DIE KUNST IST KEIN ZIEL FÜR SICH

Collage: Schmitt/Woisnitza, 2023, unter Verwendung einer Performance von Konstanze Schmitt und eines Filmstills von Karlheinz Mund | Foto: Holger Kral

DIE KUNST IST KEIN ZIEL FÜR SICH
In Beziehung mit der Konstruktivistin Asja Lācis

Kuratiert von Konstanze Schmitt und Mimmi Woisnitza

Ausstellung – Diskurs – Performance

Die Kunst ist kein Ziel für sich verknüpft die avantgardistische Praxis der lettischen Theatermacherin, Pädagogin und Revolutionärin Asja Lācis mit künstlerischen, wissenschaftlichen und aktivistischen Perspektiven der Gegenwart. Ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm aktiviert die Ausstellung durch Diskurs, Performances und Workshops.

Die Teilnahme an den Workshops ist kostenlos und offen für alle, um Anmeldung unter asjalacis@posteo.de wird gebeten. 

Künstlerische Positionen im Raum Chto Delat, Cinéma Copains, Contra Filé, Alice Creischer, Zhenya Efros, Inga Gaile, Anton Kats, Kollektiv Lauratibor, Karlheinz Mund, Mirja Reuter & Florian Gass, Elske Rosenfeld & Olia Sosnovskaya, Konstanze Schmitt, Luise Schröder, Andreas Siekmann, Theater o.N., Theater X.
Performances von Anna Stiede mit Panzerkreuzer Rotkäppchen, Bühnen zu Baustellen | Baustellen zu Bühnen, Christian Filips & Margarita Breitkreiz, Lauratibor Kiezchor, Meckerchor

Lectures & Workshops mit Inga Gaile, Federico Geller, Tatjana Hofmann, Susan Ingram, Ewa Majewska, Olga Martynova, Luise Meier, Simone Niehoff, Beata Paškevica, Florian Thamer& Tina Turnheim u. a.

Filmprogramm Krista Burāne, Payal Kapadia, Yulia Lokshina, Karlheinz Mund, Erwin Piscator, Marta Popivoda

Szenographie Philine Rinnert, Grafik Studio Rada B.




Veranstaltungsprogramm:

10.–12. April 2026 
ANTIFASCIST WORKERS’ THEATRE Heute

Der Themenschwerpunkt des Eröffnungswochenendes setzt den Ton der Ausstellung und verbindet uns direkt mit dem Anliegen von Asja Lācis: Wie handeln, was tun als Kulturarbeiter*innen in Zeiten von Krise und Krieg, von weltweit zunehmenden autoritären und faschistoiden Tendenzen? Mithilfe einer Zeit-Raum-Maschine sowie in Vorträgen und Performances begeben wir uns auf die Spuren von Asja Lācis, schreiben sie weiter in die Gegenwart. 

23.–25. April 2026
Sliktā māte/Schlechte Mutter/Bad Mother
Eine feministische Rück-Show auf Asja Lācis 

Wie lassen sich politische, künstlerische und persönliche Selbstbestimmung mit Mutterschaft vereinbaren? Dieser bis heute aktuellen Frage widmet sich das Theaterstück Sliktā māte, das die Rigaer Autorin Inga Gaile 2023 über Asja Lācis schrieb. Ausgehend von Lācis werden in dem Workshop zur revolutionären Mutterschaft historische Fallstudien zu weiteren Müttern und Elternschaft in den Künsten untersucht. Die Rauminstallation und Lesung von Inga Gaileund der Berliner Künstlerin Alice Creischer eröffnet einen feministischen Resonanzraum von Lācis in der Gegenwart, der durch Vertonungen des Lauratibor Kiezchors verstärkt wird. Auf weitere Spurensuche zur Schlechten Mutter und dem Arbeitertheater begibt sich das Performance-Kollektiv Bühnen zu Baustellen | Baustellen zu Bühnen auf den Mariannenplatz.

4.–5. Juni 2026
Lācis & Co. 
Akteurinnen – Transit – Narrative

Der Workshop fragt nach den Schreibweisen, mit denen Autorinnen, Journalistinnen und Künstlerinnen ihre Migrationsbewegungen in den ost(mittel)europäischen Avantgarden reflektieren, und sucht darüber hinaus nach Rezeptionsechos und Vergleichslinien in der Gegenwart.

25.–27. Juni 2026
A Rebelião Das Crianças/The Kids are Outside 

Am letzten Wochenende der Ausstellung bringen wir künstlerische und aktivistische Positionen aus der Ausstellung und darüber hinaus miteinander in Austausch. Anhand der Themen Kindertheater und Interventionen im öffentlichen Raum kommen Akteur*innen aus verschiedenen Teilen der Welt zum gemeinsamen Lernen und Arbeiten zusammen. 

16. April – 11. Juni 2026
Filmabende mit Gesprächen (donnerstags)

  • 16. April, 19 Uhr // Die Mit-Arbeiterin, Karlheinz Mund, DDR, 1972, in Anwesenheit des Filmemachers (de)
  • 7. Mai, 19 Uhr // A Night of Knowing Nothing, Payal Kapadia, Dokumentarfilm, 2021 (hi/bn/en, en UT)
  • 21. Mai, 19 Uhr // Active Vocabulary, Yulia Lokshina, Dokumentarfilm, D, 2025 (de/ru, en UT), in Anwesenheit der Filmemacherin
  • 4. Juni, 20 Uhr // Māra (2014), Lācis’ Enkelin im Porträt, Krista Burane (lv, en UT), in Anwesenheit von Māra Ķimele
  • 11. Juni, 19 Uhr // SLET 1988 (2025) & YUGOSLAVIA. How Ideology Moved ourCollective Body (2013), Marta Popivada (scr, en UT), in Anwesenheit der Filmemacherin

Kuratorinnenführungen (donnerstags):

Erfahren Sie mehr über unsere Recherche zu Asja Lācis, den kuratorischen Prozess sowie die Einzelarbeiten im Kontext der Ausstellung.

16.4., 7.5., 21.5., 17 Uhr (de/en)